Das Hinterland der goldfarbenen Strände der Riviera ist reich an Kunst- und Kulturschätzen.
Man muss nur wenige Kilometer zurücklegen und kann weltweit einzigartige Kunststädte, herrliche mit Fresken und Mosaiken geschmückte Kirchen, römische und byzantinische Reste, pittoreske mittelalterliche Dörfer, faszinierende Festungen und Burgen, romanische Kirchen, Palazzi und Villen des Adels besichtigen.
Die Küste der Romagna ist ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge und Rundfahrten in einem an Meisterwerken und außerordentlich sehenswerten Orten reichen Landstrich. Echte Perlen der Kunst und Architektur sind Ravenna, Florenz und Venedig, doch auch faszinierende Städte wie Ferrara, Bologna, Rimini, San Marino, Urbino sind einen Besuch wert. Weitere großartige Beispiele mittelalterlicher oder während der Renaissancezeit entstandener Architektur finden sich in Gradara, Verucchio, San Leo, Bertinoro, Longiano, Brisighella, und es gibt noch viele andere Städtchen zu entdecken.
im weströmisches Reich, beim Gotenkönig Theoderich, im byzantinischen Königreich in Europa.
Ravenna, die Stadt der Mosaiken wurde zum Weltkulturerbe von der UNESCO ernannt. Es handelt sich um 8 Monumente:
Das Galla Placidia Mausoleum ist eine kleines nüchternes Gebäude in Form eines lateinischen Kreuzes, welches seinen Reichtum nicht erahnen lässt. Die inneren Mosaiken zeigen den Sieg des Lebens über den Tod.Das Baptisterium des Neon (Taufkapelle) ist auch als Taufkapelle der Orthodoxen bekannt um sich von der Arianerkapelle von Theoderich zu unterscheiden. Seine gesamte Schönheit liegt im Innenbereich mit Einlegarbeiten aus Marmor, Stuckarbeiten und die farbigen Mosaiken der Kuppel.
Das Baptisterium der Arianer (VI Sec.) ist achteckig angelegt. Die Mosaiken der Kuppel zeigen die Taufe Christus, dem ersten Mensch und dann Sohn Gottes.
Sant’Apollinare Nuovo, die Wände des mittleren Kirchenschiffes sind ganz mit byzantinischen Mosaiken verkleidet: Im oberen Teil sind die Lebenszyklen und der Leidensweg Christus dargestellt. Im unteren Teil sehen wir die Prozession der Martyrer und der Jungfrauen.
Erzbischhöflische Kapelle ist das einzige orthodoxe Monument aus der Zeit Theoderichs. Es war das Oratorium der Bischöfe und die musivischen Verkleidungen stellen den Kampf gegen die Arianer-Ketzerei mit Christus als Krieger dar.
Kirche San Vitale, ist das reinste Werk der frühchristlichen Kunst in Italien, eine Übergangsform zwischen der klassischen und byzantinischen Architektur. Es handelt sich um einen Rundbau, genauer gesagt, aussen um ein Oktogon: das Äussere zeigt einen reichen Wechsel an architektonischen Volumen; das Inneren ist wunderbar dank der Originalität seines Aufbaus und dem Reichtum der Marmorverkleidung und der Mosaiken, die kostbarsten befinden sich im Presbyterium.
Sant’Apollinare in Classe, befindet sich 5 km südlich von Ravenna, ausserhalb der Stadtmauern des antiken Hafenbereiches. Diese Kirche, aus dem Jahr 549, mit ihrem runden Glockenturm, beherrscht die umliegende Ebene.
Das Innere ist gewaltig; die Apsismosaiken zeigen den hl. Apollinaris, Kirchenpatron von Ravenna, inmitten der typisch ravennatischen Landschaft.
Wir gehen weiter am Kai entlang und sind bald auf der Piazza Pisacane. Die Altstadt von Cesenatico hat sehr anarchistische Strassennamen: an der Via Giordano Bruno steht die Pfarrkirche S. Giacomo, in der sich zwei interessante Gemälde von Cagnacci befinden.
Auf der Piazza Pisacane steht eine der ersten Statuen, die in Italien für Giuseppe Garibaldi errichtet wurden. Gegenüber, zu beiden Seiten des Ponte della Piazza, zwei Denkmäler, zwei antike Säulen wahrscheinlich griechisch-byzantinischen Ursprungs, die unter der Herrschaft Venedigs im Jahre 1500 errichtet wurden.An der Ecke, auf dem linken Ufer des Hafens, befindet sich das Geburtshaus von Marino Moretti, einem Schriftsteller von bedeutendem Rang im nationalen Massstab und feinsinnigem Dichter, der 1979 im Alter von 94 Jahren verstarb.
Heute ist die Casa Moretti ein wichtiges Kulturlabor, das der Literatur des 20. Jh. gewidmet ist.
Wir wenden uns dem Corso Garibaldi zu, der die rechte Seite des Kanalhafens entlangführt, und stehen vor der Biblioteca Comunale (Stadtbibliothek), die unter anderem ein schönes Faksimile der Skizzen für den Hafen von Cesenatico aus dem Leonardo-Kodex L besitzt.
Auf der Piazza von Gatteo (dem Hauptort) steht zur Rechten die schöne Kirche S.Rocco mit interessanten alten Fresken. Ebenfalls auf der Piazza findet man die kürzlich restaurierten Reste des alten Kastells.
In der Stille der alten Kirchen – zum Beispiel der Pfarrkirche S. Lorenzo, ebenfalls in dem kleinen Zentrum der Gemeinde Gatteo – sind bemerkenswerte Gemälde des 18.Jh. zu bewundern wie das „Almosen des hl. Laurentius“ und die „Heiligen“ aus der Bologneser Schule. Wenn man von der Gemeinde Gatteo aus in Richtung des heiteren Gatteo a Mare geht, gelangt man in einen kleinen, aber einladenden „Bienenstock“ von Lokalen und Touristenzentren: die Autos zum Beispiel sind aus Gatteo a Mare verbannt, wie die wichtigen städtebaulichen Werke (Via delle Nazioni, Piazza della Libertà) bestätigen, die aus diesem Badeort im Sommer eine richtige „Fussgängerinsel“ machen, ideal für einen Spaziergang, einen Plausch, ein Eis oder einen Kaffee.
Es ist der sanfte Fluss der Dichtung Pascolis, den so viele in den Schulbänken auswendig lernten, der den Spazierwegen vom Hauptort zum Meer ihren Rhythmus verleiht.
Einen Flintenschuss vom Dorf entfernt steht La Torre, das Gutshaus der Torlonia: hier wurde, während die Pappeln des Rio Salto flüsterten (vgl. das Gedicht „La cavallina storna“?), an jenem mysteriösen Abend des 10. August 1867 der Vater von Giovanni Pascoli getötet, als er vom Markt in Cesena heimkam.Im Hauptort verdient das Pascoli-Haus einen Besuch, nationales Denkmal seit 1924, ein kleines, aber interessantes Wohnungsmuseum, in dem die Räume, in denen der Dichter seine frühe Jugend verbrachte, im ursprünglichen Zustand erhalten sind.
Welcher der Wasserläufe zwischen Rimini und Cesenatico aber nun wirklich der Rubikon ist, ist seit Jahrhunderten umstritten und erhitzt noch heute die Gemüter der hiesigen Historiker.
Die vagen Beschreibungen der antiken Geographen und die fortwährende Veränderungen der Ebene erlauben heute keine sichere Bestimmung mehr.
Jedenfalls hat dieses Tal sanfte Flanken und eine Landschaft, die lieblich in der Ebene und eindruckvoll auf den Hügeln ist, die von den aus mittelalterlichen Kastellen hervorgegangenen Dörfchen bewacht werden.








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